Implantate

Um Ihnen eine Vorstellung über das Thema Implantate zu geben finden Sie nachfolgend eine Antwort auf die wichtigsten Fragen


Was sind Implantate?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus hochreinem Titan, das wie körpereigenes Gewebe angenommen wird. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Seit über 35 Jahren liegen fundierte, weltweite Erkenntnisse und Erfahrungen mit Titanimplantaten in der Zahnheilkunde vor. Implantate haben in den meisten Fällen die Form einer Schraube, seltener die eines Zylinders. Länge und Durchmesser eines Implantates variieren je nach geplantem Einsatz und der klinischen Situation des Patienten.


Warum wird implantiert?

Zahnimplantate sind in der Regel die beste Lösung, wenn es darum geht einen ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz zu erzielen. Die klassischen Behandlungsmethoden sind häufig mit unangenehmen Nachteilen verbunden. So kann z.B. mit konventionellen, schleimhautgetragenen Prothesen die Kaufunktion oft nur eingeschränkt wiederhergestellt werden. Oft bilden sich nach längerem Tragen Druckstellen, die beim Kauen Schmerzen verursachen können. Bei Zahnverlust bildet sich Knochen bei fehlender Belastung (wie ein Muskel) zurück. Zahnimplantate belasten den Knochen natürlich, geben Prothesen wieder Halt und beugen schmerzhaften Druckstellen vor. Patienten erhalten wieder ein sicheres Gefühl beim Sprechen, Essen oder Lachen. Implantate ersetzen die fehlenden Zähne und sorgen für eine Belastung des Knochens. Sie übertragen die Kaukräfte auf den umgebenden Knochen und regen damit dessen natürlichen Stoffwechsel an. Der gefürchtete Knochenschwund (Atrophie) mangels Belastung wird so verhindert.

Für wen eignen sich Implantate?

Im Prinzip können Zahnimplantate fast in jedem Alter eingesetzt werden. Ausnahmen sind Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase. Für eine Implantatbehandlung muss das Wachstum abgeschlossen sein. Nach "oben" besteht keine Altersgrenze.

Grundlegende Voraussetzungen für die Implantation sind neben normaler Wundheilungskapazität und allgemeiner Gesundheit ein nach Qualität und Volumen ausreichendes Knochenangebot. Reicht das Knochenvolumen für das Setzen eines Implantates nicht aus, kann die Neuanlage von Knochen angeregt bzw. mit entnommenem Eigenknochen das Defizit ausgeglichen werden.

Gegen eine Implantation sprechen Krankheiten, wie zum Beispiel ausgeprägte Stoffwechselerkrankungen, Leber-, Nieren-, Blut und Knochenleiden. Erhöhter Nikotin- und Alkoholkonsum gefährden einen Implantationserfolg ebenfalls. Gute Mundhygiene ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Implantologie. Parodontale Erkrankungen müssen vor der Implantatbehandlung behoben und das Zahnfleisch entzündungsfrei sein. Professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis hilft, eine Erfolg versprechende Ausgangssituation für die Implantation zu schaffen. Vor und nach der Implantatbehandlung muss der Patient zur regelmäßigen Prophylaxebetreuung bereit sein.


Welche Vorteile bieten Implantate?

  • Unter ästhetischen Gesichtspunkten bieten implantatgetragene Zähne die anspruchsvollste Lösung: sie fügen sich harmonisch in die Restbezahnung ein und fühlen sich nicht nur an wie die eigenen, sondern sehen auch so aus.
  • Im Vergleich zur klassischen Brücke, müssen Nachbarzähne nicht beschliffen werden, um die neuen Zähne zu tragen und eine Lücke zu schließen. Gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten.
  • Ein aus zahnmedizinischer Sicht wichtiger Vorteil: Implantate bieten Schutz vor Knochenverlust. Wie natürliche Zahnwurzeln leiten Implantate die beim Kauen entstehenden Kräfte gleichmäßig in den Kieferknochen. Dieser wird - ähnlich wie bei natürlichen Zähnen - belastet und bleibt vital. Durch die natürliche Belastung des Knochens behält das Gesicht sein Profil und seine natürlichen Mimik.
  • Der sichere Halt der "Dritten" ist ein weiterer Vorteil der Implantologie. Auf Implantaten lassen sich Prothesen fest verankern. Sie ersparen Patienten die Nachteile des konventionellen Zahnersatzes, wie z. B. schmerzhafte Druckstellen. Patienten, die eine totale, schleimhautgetragene  Prothese behindert, bietet implantatgetragener Zahnersatz mehr Komfort. Zudem bleibt der Gaumen frei von Prothesenmaterial. Dies hat positive Auswirkungen auf die Aussprache.
  • Feste Zähne vermitteln Selbstsicherheit und erhöhte Lebensqualität im Berufs- und Privatleben. Implantatgetragene Zähne sollen stabil sitzen und ein sicheres Gefühl vermitteln: Frei sprechen und alles essen und genießen können.
  • Die Investition in implantatgetragenen Zahnersatz kann abschrecken. Bei guter Pflege können Implantate lange halten. Rechnet man die anfänglichen Kosten über die Lebensdauer der Implantatversorgung, so ist die tägliche Investition gering im Vergleich zum Gewinn an Lebensqualität und Sicherheit.

Beispiel anschauen*


* Ja, ich bin Zahnarzt und möchte die Bilder sehen. Leider dürfen wir aus juristischen Gründen unsere Beispiel-Bilder nur noch Fachpublikum zeigen (14. Novelle des Arzneimittelgesetzes, § 1 Absatz 1 Nr. 2 HWG).



Quelle: Implantat Berater der Fa. Atres GmbH